Interview de Ben Gastauer

tageblatt du 25/06/2020

Pascal Gillen

Ben Gastauer befindet sich aktuell in Nizza, um sich auf die Saison vorzubereiten. Über die Tour de Luxembourg möchte der 32-Jährige einen optimalen Fitnesszustand erreichen, um dann den Giro d’Italia bestreiten zu können.
Vor etwa eineinhalb Monaten hat Ben Gastauer sein Training intensiviert. Der Luxemburger bereitet sich vor allem auf das Highlight am Ende der Saison vor: die Italien-Rundfahrt. Es wird für den 32-Jährigen das sechste Mal sein, dass er am Giro teilnehmen wird. Um optimal für die Rundfahrt vorbereitet zu sein, wird Gastauer auch an der Tour de Luxembourg (13.-16. September) teilnehmen. Derzeit ist er in einer guten Verfassung. „Ich bin momentan zufrieden, aber ich weiß auch, dass meine Leistung noch ausbaufähig ist“, sagt der Radprofi. „Wir haben noch etwas mehr als einen Monat Zeit, bis es wieder losgeht. Die Vorbereitungszeit ist also ziemlich lang.“
Gastauer, der die Zeit im Lockdown genossen hat, um viel Zeit mit seiner Familie zu verbringen, musste sich vergangene Woche von seinen Liebsten trennen. Der Luxemburger reiste nach Chambéry, wo er ein erstes privates Trainingslager absolvierte. Nun befindet er sich für ein weiteres persönliches Trainingslager in Nizza. Seine Mannschaft (Ag2r La Mondiale) hat insgesamt fünf Trainingslager organisiert. Das erste findet momentan in Chambon-sur-Lignon (bis zum 29. Juni) statt, in dem der erweiterte Kader der Tour de France enthalten ist. Mit Romain Bardet, François Bidard, Mikaël Cherel, Benoit Cosnefroy, Tony Gallopin, Alexis Gougeard, Pierre Latour, Oliver Naesen, Aurélien Paret-Peintre, Nans Peters, Clément Venturini und Alexis Vuillermoz sind insgesamt zwölf Fahrer dort anwesend.
Die Klassikerfraktion wird sich Anfang Juli in Vaujany (Oisans) in Form bringen. Dafür sind Silvan Dillier, Julien Duval, Dorian Godon, Lawrence Naesen, Harry Tanfield, Stijn Vandenbergh und auch das Duo Oliver Naesen und Alexis Gougeard aus der Tour-Gruppe vorgesehen. Eine weitere Gruppe wird dann eine Woche später in Vaujany trainieren, darunter auch Gastauer. Anschließend stehen zwei Höhentrainingslager Ende Juli an. Bardet, Cherel, Vuillermoz, Latour, Peters und Cosnefroy werden sich dann Ende Juli noch mal in Val d’Isère auf die Tour vorbereiten.

Keine Sorgen

Eine gewisse Anspannung wird Gastauer eigenen Angaben zufolge nicht empfinden, wenn er auf seine Teamkollegen treffen wird. „Die Ungewissheit über die Form der anderen ist schon da. Man weiß nicht, wo sie dran sind.“ Trotz seiner Erfahrung von insgesamt zwölf Jahren als Radprofi spricht Gastauer von einem ungewöhnlichen Gefühl, sich bald wieder mit anderen Profis treffen und messen zu können. „Ich habe viel Erfahrung und bin nicht gestresst. Ich habe mein gutes Gefühl auf dem Rad nicht verloren, aber es wird interessant zu sehen sein, in welchem körperlichen Zustand meine Teamkollegen sind.“
Die Fahrer der französischen Mannschaft wurde während des Lockdowns von ihren sportlichen Leitern betreut. Dennoch sieht es Gastauer als Vorteil an, während des Lockdowns in Luxemburg auf der Straße trainiert zu haben.
Dass sein Vertrag zum Ende dieser Saison ausläuft, bereitet ihm keine Sorgen. „Vertragsgespräche überlasse ich meinem Manager, aber derzeit ist es ruhig. Mir ist es aktuell wichtiger, in Form zu kommen.“ Verlängert haben bei der Mannschaft von Vincent Lavenu bereits Naesen, Cosnefroy (beide bis 2023), Bouchard, Godon, Paret-Peintre (alle bis 2022) und Vuillermoz (bis 2021). Bei Teamkapitän Romain Bardet ist dagegen noch nichts in trockenen Tüchern. In den französischen Medien wurde zuletzt über einen Wechsel zum Team Sunweb spekuliert. „Vielleicht ist Romain an einem Punkt angekommen, an dem er etwas Neues braucht“, sagt Gastauer. „Ich weiß aber nicht, was seine Pläne sind. Innerhalb der Mannschaft gibt es noch offene Fragen, aber auch einige Möglichkeiten, zum Beispiel mit jungen Fahrern.“ Gastauer selbst fühle sich sehr wohl im Team. „Dennoch habe ich mir auch schon die Frage gestellt, ob ich noch mal etwas Neues möchte, doch ich muss abwarten. Aufgrund der Situation ist das mit den Transfers in dieser Saison nicht so einfach.“
Ben Gastauer sehnt sich nach Rennen. Im August beginnt er seine Saison wieder mit der Mont Ventoux Dénivelé Challenge.
Rennprogramm
6. August: Mont Ventoux Dénivelé Challenge (1.1)
15. August: Lombardei-Rundfahrt (1.UWT)
18.-21. August: Tour du Limousin – Nouvelle-Aquitaine (2.1)
23. August: Landesmeisterschaft
6. September: Tour du Doubs (1.1)
13.-16. September: Tour de Luxembourg (Pro.2)
3.-25. Oktober: Giro d’Italia (2.UWT)
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