Smile Cambodia : 5 questions à Nora Gastauer

Druck

 

5 Fragen an unsere ehemalige Freiwillige Nora

Nora war im Herbst 2013 für mehrere Wochen als Freiwillige in unserer Bibliothek in Andong. Wir haben Sie nach ihrer Rückkehr nochmal einige Fragen zu ihrem Aufenthalt gestellt.

Andong
Nora in Andong

1. Wie hast Du Dich gefühlt, was war Dein erster Eindruck als du in Andong (zum ersten Mal) angekommen bist?

Im ersten Moment war ich einfach nur überwältigt von den ganzen Eindrücken. Obwohl ich gut vorbereitet und informiert war, war für mich alles neu und so viele Kinderaugen waren auf mich gerichtet. Ich glaub am meisten war ich einfach nur gespannt wie die Kinder auf mich reagieren würden und ich war sehr überrascht wie offen und interessiert sie waren. Bis heute kann ich nicht richtig in Worte fassen was ich den ersten Tagen in Andong empfunden und erlebt habe. Aber es hat mich sehr beeindruckt.

2. Welche Projekte hast Du in Deiner Zeit durchgeführt und welches Projekt hat Dir am meisten Spaß gemacht?

Es gab an sich vier Hauptprojekte welche ich in der Zeit gemacht habe. Als erstes habe ich Julias (eine ehemalige Freiwillige) Zahnprojekt wieder eingeführt, also täglich mit den Kindern Hände gewaschen und Zähne geputzt. Danach habe ich mit dem Buchprojekt begonnen, dies hatte ich bereits in Deutschland geplant. Nach einigen Startschwierigkeiten können nun 30 Kinder ihr selbstgestaltetes, -geschriebenes und -gebundenes Buch in der Händen halten!

Die andern beiden Projekte haben sich vor Ort ergeben. Mit Ly An konnte ich, dank einer Spende des Fanclubs meines Bruders (welcher passenderweise professioneller Radfahrer ist) 4 Fahrräder für die Kinder kaufen.

Die letzte Aktion hat mir aber am meisten Spaß gemacht. Besonders mit dem Hintergrund, dass ich die Kinder zu dem Zeitpunkt schon recht gut kannte und es außerdem kurz vor meinem Rückflug war… Ich habe Flüssigfarben besorgt, den gesamten unteren Bereich des Office abgeklebt und dicke Farbkleckse auf dem Boden auf einer Pappe vorbereitet. Nun habe ich die Kinder einzeln hereingeholt und sie durften mit den Händen in die Farbe und dann an die Wand damit! Es war ein riesen Spaß, die Kleinen haben mir fast die Tür eingetreten weil sie als nächste/r dran wollten und mit dem Ergebnis bin ich auch sehr glücklich.

Andong
Wanddekoration in Andong

3. Was an der Arbeit ist Dir besonders schwer gefallen/ was war die größte Umstellung?

Am Schwersten ist mir die sprachliche Differenz gefallen, ich hatte oft das Gefühl dass ich mich nicht richtig ausdrücken oder erklären konnte, beziehungsweise nicht verstanden wurde. Auch habe ich sehr bedauert wenn die Kinder (oder teilweise auch die Eltern der Kinder) mir etwas erzählt haben und ich es einfach nicht verstehen konnte. Allerdings war das auch einer der spannendsten Aspekte für mich, da sich die Kommunikation dann auf ganz andere Ebenen verlagert hat.

4. Würdest Du mit deinem jetzigen Wissen das Volontariat- so wie es war- wieder machen, was würdest Du anders machen?

Sofort! Es war eine tolle Erfahrung, ich wollte ein Abenteuer und das hatte ich. Es war gut so wie es war, auch mit den negativen Erlebnissen, welche ich natürlich teilweise hatte. Was ich anders machen würde… Mh… Ich werde mich auf jeden Fall nie mehr zu den Sandflöhen an den Strand legen… ?

Andong
Nora malt mit Kindern in der Bibliothek

5. Was hast Du dort gelassen? (nicht nur -aber natürlich auch- was man « anfassen »kann) UND vor allem: was hast Du mitgenommen?

In den überschwemmten Straßen habe ich auf jeden Fall einige Flipflops zurück gelassen… ? Also ich habe mich schon ein bisschen in dieses „einfache“ Leben verliebt. Gelegentlich Strom, kaltes Wasser, kaum Erreichbarsein, Essen von Straßenständen, tolle Menschen und einfach ganz nah mit den Kindern zusammen arbeiten. Ich wusste nie genau was mich am Tag erwartet, aber genau das machte es so schön und ich empfand das alles als sehr entspannt.

Die Arbeit hat mich sehr geprägt und die Erfahrung wird mich sicherlich noch in meinem zukünftigen Arbeiten als Kunsttherapeut begleiten. Zum Beispiel werde ich meine Bachelorthesis zum Thema der Möglichkeiten und Grenzen der Kunst als universelle Sprache schreiben, dies wird sich dann auch viel auf die Kunstprojekte mit den Andongkindern beziehen. Den Kindern habe ich hoffentlich auch ein bisschen etwas dagelassen (und sei es nur eine schöne Erinnerung).

Ich wünsche ihnen dass sie diese Möglichkeiten und die Gemeinschaft, welche ihnen dank der Library geboten wird noch lange nutzen können. Ihnen wird eine tägliche Anlaufstelle geboten, das ist sehr wichtig und hilft ihnen sehr. Es ist ein wirklich tolles Projekt!

Andong
Schritte in eine bessere Zukunft

Publicités
  1. No trackbacks yet.

Laisser un commentaire

Entrez vos coordonnées ci-dessous ou cliquez sur une icône pour vous connecter:

Logo WordPress.com

Vous commentez à l'aide de votre compte WordPress.com. Déconnexion / Changer )

Image Twitter

Vous commentez à l'aide de votre compte Twitter. Déconnexion / Changer )

Photo Facebook

Vous commentez à l'aide de votre compte Facebook. Déconnexion / Changer )

Photo Google+

Vous commentez à l'aide de votre compte Google+. Déconnexion / Changer )

Connexion à %s

%d blogueurs aiment cette page :