Lux. Wort : Von Holzspänen, Skulpturen und Künstlern : Am Sonntag beginnt das  »Gare Art Festival »

Ab Sonntag wird die hauptstädtische Place de Paris von sechs Künstlern der besonderen Art belagert. Gérard Claude, Yvette Gastauer-Claire, Velislav Minekov, Bonggi Park, Elena Pinci-Schneider und Antonio Yesa werden aus sechs Tonnen Eichenholz regelrechte Kunstwerke kreiern.

Es ist bereits das zwölfte Mal, dass der  »Groupe Animation Gare » die Idee von Pia Klein, Geschäftsfrau aus dem  »Garer Quartier », aufgreift, den Vorplatz des Luxemburger Bahnhofs als Kunstschmiede für Bildhauer umzugestalten.  »Unser Hauptanliegen ist es, dem oft tristen Anblick des Bahnhofsplatzes ein fröhliches und menschlicheres Gesicht zu geben », erklärt die künstlerische Leiterin des  »Gare Art Festival », Florence Hoffmann.  »Zusätzlich entwickelt sich das Festival oft zu einer Begegnungsstätte zwischen Künstlern, Reisenden, Passanten und Menschen, die in diesem Bahnhofsviertel am Rande der Gesellschaft leben », sagt die Verantwortliche.

Ein gezwungener Umzug in 2010

Finanziell wird das Festival von der Stadt Luxemburg. Logistische Hilfe gibt es von der CFL. 2010 musste das Festival, wegen der Umbauarbeiten rund um das Bahnhofsgebäude, seine ursprüngliche Lage verlassen und sich auf der Place de Paris ansiedeln.  »Nach diesem gezwungenen Umzug fürchteten wir, dass unser Festival daran zu leiden hätte. Dies war aber glücklicherweise nicht der Fall », erklärt Florence Hoffmann.

Am Freitag wurden die rund 800 Kilo schweren Holzblöcke auf der Place de Paris ausgeliefert. Ab Sonntag werden die sechs Künstler sich an die Arbeit machen. Die offizielle Eröffnung ist für den 31. Juli um 11 Uhr geplant. Am Samstag dem 4 August werden die sechs Kreationen im Bahnhofsgebäude installiert und bis zum 13 September dort ausgestellt. Die Besucher des  »Gare Art Festival » sowie die Passanten werden also eine Woche lang den Entstehungsprozess eines Kunstwerkes direkt mitverfolgen können.

Alle zwei Jahre wird das Material, das den Künstlern zur Verfügung gestellt wird, neu festgelegt Nach Holz, Sand, Sandstein, Aluminium wird dieses Jahr auf Eichenholz zurückgegriffen. »Eichenholz ist die Königin der Holzarten », betont Florence Hoffmann.

90 Bildhauer aus 30 Nationen haben sich gemeldet

Für diese zwölfte Ausgabe habe sich mehr als 90 Bildhauer aus 30 Nationen gemeldet, sechs wurden zurückbehalten. ein Bulgare, ein Südkoreaner, eine Italienerin, ein Spanier und die zwei Luxemburger Gérard Claude und Yvette Gastauer-Claire .  »Jedes Jahr nehmen zwei Künstler aus dem Großherzogtum teil. Wir möchten damit den Austausch zwischen Luxemburger und ausländischen Kunstschaffenden fördern » notiert Florence Hoffmann.

Weil es an einheimischen Nachwuchsbildhauern in absehbarer Zukunft fehlen könnte, wird sich zurzeit überlegt ob sich das  »Gare Art Festival » sich nicht gegebenfalls für neue Kunstsparten öffnen könnte.

Aber auch eine andere Idee liegt in der Luft. Die im Bahnhofsviertel kreierten Kunstwerke stehen nach der Ausstellung zum Verkauf. Nicht alle Skulpturen finden Interesse beim Publikum. So haben sich bei der  »Groupe Animation Gare » im Laufe der Jahre eine ganze Reihe von Kunstwerken angehäuft. Jetzt wird darüber nachgedacht, ob diese Kunstwerke nicht an verschiedenen Orten im Bahnhofsviertel ausgestellt werden könnten.

www.wort.lu

http://www.wort.lu/de/view/von-holzspaenen-skulpturen-und-kuenstlern-50129c7ae4b0c058fb2676ec

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